Wer an einem Sommermorgen am Schlachtensee entlanggeht, vergisst schnell, dass er in einer Metropole mit fast vier Millionen Menschen lebt. Badestelle, Bäcker und S-Bahnhof liegen hier oft nur wenige Minuten auseinander.
Seen, Forst und Havel.
Mehr als ein Drittel des Bezirks besteht aus Wald, Wasser und Feldern. Der südliche Grunewald und der Düppeler Forst reichen bis an die Gärten heran, die Havel und ihre Seen – der Wannsee, der Schlachtensee, die Krumme Lanke – geben dem Südwesten seinen Rhythmus. Im Sommer wird gebadet und gesegelt, im Herbst gewandert, im Winter liegt über den Seen eine fast nordische Ruhe.
Mit rund 103 Quadratkilometern ist Steglitz-Zehlendorf der drittgrößte Bezirk Berlins – und zugleich einer der am wenigsten dichten. Hier wohnt man großzügig: Mit durchschnittlich 85 Quadratmetern sind die Wohnungen die geräumigsten der Stadt. Wer ins Zentrum möchte, ist mit der S-Bahn in gut zwanzig Minuten am Potsdamer Platz.
Diese Mischung aus Weite und Nähe macht den Bezirk seit Generationen zum bevorzugten Wohnort für Familien, für Diplomaten – viele Botschafterresidenzen liegen in Dahlem – und für Wissenschaftler der Freien Universität und der Max-Planck-Institute.
In Zahlen
Gebaut für ein Leben vor der Stadt.
Seit dem 19. Jahrhundert zog es wohlhabende Berliner hinaus in den Südwesten. In Lichterfelde entstand eine der ersten Villenkolonien der Stadt, am Wannsee und in Nikolassee folgten großzügige Landhäuser mit weitläufigen Gärten – viele davon nach englischem Vorbild.
Diese Anlage prägt den Charakter bis heute: breite, baumbestandene Straßen, Grundstücke mit altem Bestand und eine Nachbarschaft, in der man sich kennt, ohne sich zu nahe zu kommen. Dazwischen finden sich Altbauten mit hohen Decken, Reformhäuser der Zwanziger und Bauten der Moderne – etwa die Waldsiedlung Onkel Toms Hütte von Bruno Taut.
Lage-Kompass
- Ruhe
- Grün & Natur
- Wasserlagen
- Familien
- Urbanität
Unsere Einschätzung im Vergleich der Berliner Bezirke.
Hier wurde Architektur immer mit dem Garten gedacht – vom Landhaus der Jahrhundertwende bis zur Villa der Moderne.
Fabian FalkAcht Adressen, acht Charaktere.
Dahlem
Villen, Wissenschaft und Museen. Rund um die Freie Universität und die Domäne Dahlem wohnt man zwischen Instituten, Museen und Villengärten – mit dem zweithöchsten Hauspreisniveau Berlins.
Wannsee
Seeufer, Segelclubs und die Pfaueninsel: das klassische Sommerdomizil der Berliner, mit Villen in erster Reihe und Blick über die Havel.
Nikolassee
Eine gewachsene Villenkolonie zwischen Wannsee und Schlachtensee, mit Landhäusern von Hermann Muthesius und dem Strandbad Wannsee vor der Tür.
Schlachtensee
Morgens eine Runde um den See, danach mit der S1 in die Stadt: Altbauten und Villen rund um den Bahnhof Schlachtensee.
Zehlendorf
Rund um den Teltower Damm und die achteckige Dorfkirche von 1768 liegt das Alltagszentrum des Südwestens.
Lichterfelde
Eine der ersten Villenkolonien Berlins, ab 1865 von Johann Anton Wilhelm von Carstenn angelegt – nahe dem Botanischen Garten.
Steglitz
Die Schloßstraße ist eine der umsatzstärksten Einkaufsstraßen Berlins – mit dem Bierpinsel als eigenwilligem Wahrzeichen.
Lankwitz
Einfamilienhäuser, die alte Dorfkirche und der Gemeindepark Lankwitz – eher still als spektakulär.
Was den Alltag schön macht.
Bildung hat im Südwesten Tradition. Die Freie Universität prägt Dahlem, die deutsch-amerikanische John-F.-Kennedy-Schule in Zehlendorf zieht internationale Familien an, dazu kommen zahlreiche renommierte Gymnasien. Mit dem Campus Benjamin Franklin der Charité liegt auch die medizinische Versorgung vor der Tür.
Kultur findet man im Kleinen wie im Großen: im Brücke-Museum, in der Liebermann-Villa am Wannsee oder im Botanischen Garten, einem der bedeutendsten der Welt. Und wer Sport liebt, segelt auf dem Wannsee oder spielt Golf im Golf- und Land-Club Berlin-Wannsee.
Und die Stadt bleibt nah: Die S1 und die S7 fahren direkt nach Mitte, ab Wannsee erreicht man den Hauptbahnhof mit dem Regionalexpress in rund zwanzig Minuten, die U3 und U9 erschließen Dahlem und Steglitz, und über die A 115 ist man schnell in der City oder in Potsdam.
Unsere Lieblingsorte.
Liebermann-Villa
Das Sommerhaus des Malers Max Liebermann, mit seinem Blumengarten direkt am Wannsee – ein Ort zum Innehalten.
Uferweg am Schlachtensee
Einmal rund um den See: einer der schönsten Spazierwege Berlins, zu jeder Jahreszeit.
Domäne Dahlem
Ein historisches Gut mitten im Villenviertel, mit Hofladen, Markt und Feldern – Landleben in der Stadt.
Preise im Überblick.
Wer im Südwesten ein Haus sucht, braucht vor allem Geduld. Villen und Einfamilienhäuser in Dahlem, Wannsee, Nikolassee und Schlachtensee kommen selten auf den Markt – und gute Objekte sind oft vergeben, bevor sie öffentlich angeboten werden.
Ein- und Zweifamilienhäuser in Dahlem erzielten 2025 mit durchschnittlich 9.120 €/m² Wohnfläche das zweithöchste Preisniveau Berlins – nur übertroffen vom Grunewald und rund 5 % mehr als im Vorjahr. Auch der Spitzenpreis des Jahres wurde in Dahlem erzielt: rund 14,5 Mio. € für ein Villengrundstück.
Neu gebaute Eigentumswohnungen in guten Lagen des Südwestens kosteten 2025 im Schnitt 8.390 €/m², der Bodenrichtwert in den sehr guten Lagen Dahlems liegt bei 2.200 bis 2.700 €/m².
Abb. 1
Ein- und Zweifamilienhäuser
Eigentumswohnungen
Häufige Fragen
Was kostet ein Haus im Berliner Südwesten?
Der durchschnittliche Kaufpreis für Ein- und Zweifamilienhäuser lag 2025 je Quadratmeter Wohnfläche bei 9.120 €/m² in Dahlem, 6.487 €/m² in Zehlendorf und 5.037 €/m² in Steglitz (Berlin gesamt: 4.366 €/m²). Der tatsächliche Wert hängt stark von Grundstück, Zustand und genauer Lage ab.Quelle: Gutachterausschuss für Grundstückswerte.
Was kostet eine Eigentumswohnung im Berliner Südwesten?
Der durchschnittliche Kaufpreis für Eigentumswohnungen lag 2025 je Quadratmeter Wohnfläche bei 6.427 €/m² in Dahlem, 4.768 €/m² in Zehlendorf und 4.390 €/m² in Steglitz (Berlin gesamt: 5.017 €/m²).Quelle: Gutachterausschuss für Grundstückswerte.
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Unsere Objekte im Südwesten.
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